Behandlung

  • Behandlungsdauer
  • Behandlungsziele
  • Diagnostik
  • Die Therapie
  • Hausbesuche
  • Heidelberger Elterntraining
  • Informationsveranstaltungen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Behandlungsdauer

    Die Therapie findet als Einzeltherapie regelmäßig einmal wöchentlich statt und dauert in der Regel 45 Minuten, in seltenen Fällen auch 30 oder 60 Minuten. In Ausnahmefällen kann die Behandlung auch im Rahmen einer Gruppentherapie erfolgen. Bei schwerwiegenden Störungen oder im Akutfall werden auch zwei oder drei Termine pro Woche vereinbart. Der bzw. die Termine finden immer am selben Tag und zur selben Uhrzeit statt, um für alle Beteiligten die zeitliche Organisation zu erleichtern. In seltenen Fällen können Termine aus organisatorischen Gründen von Seiten der Therapeutin (z.B. bei Fortbildung) oder auf Wunsch der Patienten verlegt werden.

    Die gesamte Behandlungsdauer ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Sie ist abhängig von Art und Umfang der Störung, individuellen Lernvoraussetzungen und Lebensbedingungen sowie der Therapiemotivation und Mitarbeit, aber auch vom Verordnungsverhalten des behandelnden Arztes. Je nach Störungsbild steht dem Arzt ein bestimmtes Stundenkontingent zur Verfügung. Es liegt im Ermessen des Arztes, ob und wenn ja, wie viele Folgeverordnungen bzw. Therapieeinheiten er einem Patienten verschreibt. In der Regel erhält jeder Patient – so wird es auch von den Krankenkassen erklärt – so viele Behandlungen wie erforderlich, auch wenn dazu in Ausnahmefällen das festgelegte Stundenkontingent überschritten werden muss. Benötigt ein Patient mehr Behandlungen als von den Krankenkassen zum Erreichen eines zufrieden stellenden Therapieerfolgs vorgesehen, kann der Arzt nach eigenem Ermessen eine so genannte Verordnung außerhalb des Regelfalles ausstellen. Diese Verordnung bedarf jedoch einer speziellen medizinischen Begründung ggf. mit prognostischer Einschätzung durch den Arzt. Die derzeitige gesundheitspolitische Lage sowie die aktuell gültigen Heilmittelrichtlinien machen es für die Ärzte erforderlich, die Notwendigkeit einer jeden Folgeverordnungen – insbesondere aber bei Langzeitbehandlungen bzw. Behandlungen außerhalb des Regelfalls – sehr sorgfältig zu prüfen und ggf. durch notwendige weiterführende Diagnostiken (z.B. erneuter Hörtest, Entwicklungspsychologischer Test) zu untermauern. Die ergänzenden Befunde können vom Arzt zur Begründung eines erhöhten Therapiebedarfs herangezogen werden. Nicht zuletzt schützt sich der behandelnde Arzt durch dieses sorgfältige vorschriftsmäßige Vorgehen auch vor einem Regress durch die Krankenkassen. Verordnungen außerhalb des Regelfalles sind der Gesetzgebung nach grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die meisten Krankenkassen haben jedoch bisher auf Genehmigungsverfahren verzichtet, um den bürokratischen Aufwand zu minimieren.

    Aus logopädischer Sicht behandeln wir stets so lange wie nötig und so kurz wie möglich.

    In einigen Fällen, insbesondere bei umfangreichen Störungsbildern und sich daraus ergebenden Langzeitbehandlungen, ist eine Intervalltherapie angezeigt, um den Übertrag des bisher Gelernten in den Alltag zu ermöglichen, aber auch um die Therapiemotivation zu erhalten. Dies bedeutet eine 3 bis 6-monatige Therapiepause nach einem mehrmonatigen ununterbrochenen Behandlungsblock. Im Verlauf einer Intervalltherapie können sich mehrere Intervalle von Therapiepause und Behandlung abwechseln, bis ein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht wurde oder die Therapie einvernehmlich beendet wird.