Behandlung

  • Behandlungsdauer
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  • Die Therapie
  • Hausbesuche
  • Heidelberger Elterntraining
  • Informationsveranstaltungen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Behandlungsziele

    Unser vorrangiges Ziel ist es, für jeden Patienten die jeweils individuell bestmögliche Kommunikationsfähigkeit zu erreichen. Im besten Fall bedeutet dies die Verbesserung der Sprach- und Sprechfähigkeiten bis hin zur “normalen, unauffälligen” Sprache. Bei schwerwiegenderen Störungen sind der Behandlung trotz kompetenter Therapeuten und motivierter Patienten manchmal Grenzen gesetzt. Dann sehen wir unsere Aufgabe darin, die Sprachfähigkeiten innerhalb der bestehenden Beschränkungen so weit wie möglich zu verbessern und zu stabilisieren und dem Betroffenen zu einem zufrieden stellenden Umgang mit den “Restsymptomen” zu verhelfen.

    “Um einander zu verstehen, brauchen die Menschen nur wenige Worte. Viele Worte brauchen sie nur, um sich nicht zu verstehen.” (Indianische Weisheit)

    In einigen besonders schweren Fällen ist es auch die Aufgabe der Logopädie, fehlende bzw. nicht wiederherzustellende Sprachfähigkeiten durch Ersatzsysteme (z.B. elektronische Sprechhilfen, Kommunikationsbücher, Gebärden) kompensieren zu helfen. Bei einigen neurologischen Erkrankungen bedeutet eine logopädische Behandlung auch, noch vorhandene Sprach- und Sprechfähigkeiten zu erhalten und weiterem Abbau und Verschlechterungen der Symptomatik vorzubeugen. Bei degenerativen, also sich zunehmend verschlechternden Erkrankungen begleiten wir den Patienten bei der Krankheitsverarbeitung, beraten ihn bzgl. weiterer erforderlicher Maßnahmen und versuchen, den Krankheitsverlauf durch spezifische logopädische Übungen möglichst günstig zu beeinflussen und den Umgang mit den durch die Erkrankung entstehenden Beschwerden zu erleichtern.

    Wir verstehen eine logopädische Behandlung immer als Hilfe zur Selbsthilfe, die für eine bestimmte Zeit in Anspruch genommen werden kann, bis der Betroffene seinen Alltag wieder ohne diese “Krücke” bewältigen bzw. ein Kind seine Entwicklung wieder mithilfe alltäglicher Entwicklungsanreize ungestört fortsetzen kann. Die Inanspruchnahme einer logopädischen Therapie bedeutet also nicht, wie manche befürchten, in eine nie endende “Therapiemühle” einzutreten!