Behandlung

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  • Vor der Behandlung: Ausführliche Diagnostik

    Diagnostik

    Der Kern jeder Diagnostik ist eine ausführliche störungsspezifische Befunderhebung. Dabei werden diejenigen an Sprache, Sprechen und Stimmgebung beteiligten Bereiche näher untersucht, die für die Beurteilung und Behandlung der vorliegenden Störung relevant sind. Das können sein Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Zungenmundmotorik, Sprachverständnis, Hörverarbeitung, Lesen und Schreiben, aber auch Atmung, Stimme, Körperhaltung und Schlucken. Die Befunderhebung kann mittels verschiedener Testverfahren, bei kleinen Kindern aber auch im Spiel und durch Beobachtung der spontanen Äußerungen erfolgen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bilden zusammen mit der ärztlichen Diagnose und den Informationen aus dem Anamnesegespräch die Grundlage für die Bestimmung der Art und des Schweregrads der Störung sowie die Beurteilung über die Behandlungsbedürftigkeit.

    Diagnostik

    Nach Abschluss jeder Diagnostik klären wir den Patienten bzw. den Angehörigen oder die Eltern über Art, Ausmaß, mögliche Ursachen und Auswirkungen der sprachlichen Beeinträchtigungen auf. Wir stellen fest, ob und in welchem Umfang eine logopädische Behandlung notwendig ist und informieren über das weitere Vorgehen und mögliche Therapieinhalte. Da die Behandlungsdauer und der Behandlungserfolg von einer Reihe sehr unterschiedlicher und variabler Faktoren abhängen, ist es für uns meist schwierig, schon zu Beginn einer Therapie dazu eine Prognose zu stellen. Aufgrund von Erfahrungswerten können wir aber in der Regel eine grobe Einschätzung treffen. Diese kann sich jedoch im Verlauf der Behandlung nochmals verändern.

    Sollte sich der Behandlungsbeginn aufgrund einer mehrwöchigen Wartezeit nicht unmittelbar an die Diagnostikstunde anschließen, beraten wir den Patienten, seine Angehörigen bzw. die Eltern stets, wie sie in der Zwischenzeit mit der Störung umgehen können. Wir empfehlen, bestimmte Verhaltensweisen zu vermeiden oder zu verstärken und geben evtl. schon erste Übungsvorschläge mit nach Hause.

    In gewissen Abständen über den gesamten Therapiezeitraum hinweg führen wir auch so genannte Verlaufsdiagnostiken durch. Diese Zwischendiagnostiken ermöglichen uns eine regelmäßige Kontrolle der Therapiefortschritte und erlauben ggf. eine Anpassung des Therapieziels oder der angewandten Behandlungsmethoden an den Entwicklungsverlauf.