Erwachsene

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  • Gesichtslähmung - Fazialisparese

    Unter Fazialisparese versteht man eine meist ein-, selten auch beidseitige teilweise oder komplette Lähmung des Hirnnerven N. facialis, der normalerweise die Bewegungen der Gesichtsmuskulatur steuert. Bei einer Fazialisparese sind aufgrund der Lähmung verschiedene mimische Bewegungen (z.B. Stirn runzeln, Augenbrauen heben oder zusammenziehen, Nase rümpfen) sowie verschiedene mundmotorische Bewegungen insbesondere der Lippen und Wangen (z.B. Lippen spitzen und breit ziehen) beeinträchtigt bzw. nicht mehr möglich. In der Folge kann es zu leichten Artikulationsstörungen der Lippenlaute /b, p und m/ sowie des /s/ kommen. Teilweise kann das Auge durch das Lid nicht oder nur unvollständig geschlossen werden. Der Mundwinkel der betroffenen Seite steht meist tiefer und ist geöffnet.

    Eine Fazialisparese hat vielfältige Ursachen und kann im Rahmen neurologischer Erkrankungen wie z.B. nach einem Schlaganfall, bei entzündlichen Hirnerkrankungen sowie Hirntumoren oder als Folge bakterieller oder viraler Infektionen (z.B. Herpes, Lyme-Borreliose), nach Ohr- und Speicheldrüsenoperationen, bei Akustikusneurinom, Schilddrüsenkarzinom, Diabetes mellitus oder im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheitssyndromen (z.B. Melkersson-Rosenthal-Syndrom, Heerfordt-Syndrom, Morbus Recklinghausen) auftreten.

    Zur Behandlung einer Gesichtslähmung stehen uns drei erprobte Therapieverfahren zur Verfügung:

    Bei allen drei Methoden wird unter mehr oder weniger aktiver Mitarbeit des Betroffenen mithilfe verschiedener manueller Techniken der sich regenerierende Nerv gezielt angeregt, seine ursprüngliche Funktion zur Kontrolle der Gesichtsmuskelaktivität wiederaufzunehmen, während überschießende, nicht erwünschte Bewegungen gehemmt bzw. abgebaut werden. Eine logopädische Behandlung ist nur dann erfolgversprechend, wenn der Nerv nicht vollständig durchtrennt oder geschädigt wurde.